Sie suchen einen leckeren Rotwein unter 5 Euro? Dann kommt unsere neue Aktion "Weinfundus" (siehe Kasten unten) gerade richtig… Bei Aldi Süd etwa für 4,99 Euro im Angebot: ein trockener Rotwein aus der Weinregion Mendoza in Argentinien – der Sayanca Malbec 2012. Der Name verrät es schon: Dieser Wein wurde aus der ursprünglich französischen Rebsorte Malbec gekeltert. Vor allem im Bordelais war einmal ihre Heimat bevor sie vom Merlot verdrängt wurde.
Dass sie ausgerechnet in Argentinien, insbesondere auf 850 Metern Höhe am Fuße der Anden eine neue Heimat gefunden hat, verwundert zunächst etwas. Eigentlich ist die Traube gegenüber Frost hoch empfindlich. Ebenso gegenüber allerlei Krankheiten. Aber vielleicht macht auch gerade das ihren Reiz aus. Charakteristisch für Malbec-Weine ist die Kombination aus Fruchtaromen und Würze. Typisch sind Aromen von Brombeeren, Pflaumen und Schokolade sowie Tabak, Wacholder oder Lorbeer. Üblicherweise sollte man Malbec-Weine nicht jung trinken, dann schmecken sie eher kantig und karg. Ihr wahres Potenzial entwickeln sie erst nach längerer Lagerung und Reife.

Rotwein aus dem Schatten der Anden
Im Fall des Sayanca handelt es sich aber um einen noch recht jungen Wein aus dem Jahr 2012, der nur kurze Zeit in Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche in der Region von Barrancas ausgebaut wurde. Hier im Schatten der Anden, sorgt das Gletscherwasser für eine gute Bewässerung. Ansonsten sind die Böden eher steinig und trocken. Die Tage sind heiß, die Nächte kühl. So aber entsteht zugleich ein Klima, das die Trauben langsam reifen lässt. Zudem können sie in der trockenen Wärme Mendozas die dicken Traubenschalen besser ausreifen und so einem überhöhten Tanningehalt vorbeugen sowie für eine gute Konzentration der Aromastoffe in den Beeren sorgen.
Wie schmeckt der Sayanca Malbec 2012?
Wie für einen Malbec zu erwarten ist die Farbe äußerst kräftig: dunkles purpurrot mit violetten Reflexen schimmert im Glas. An der Nase unverkennbar der Malbec: Es umwehen einen die Düfte von Pflaumen, Cassis und viele Gewürze – Nelken, Muskat, Vanille, Bitterschokolade und etwas Petrol (was sich nur schlimm anhört).
Am Gaumen präsentiert sich der trockene Rote ausdrucksstark: Dezente ätherische Nuancen mischen sich mit weichen Tanninen und reifen Früchten. Der gut strukturierte Körper sorgt auch für ein angenehm saftiges und mittellanges Finale. Einzig die Säure ist anfangs etwas zu bissig und trübt den ansonsten reizvollen Gesamteindruck.
Mein Tipp: Den Wein unbedingt dekantieren und mindestens (!) einen halben Tag stehen lassen. Er wird dadurch wesentlich weicher und ausgewogener und eignet sich dann zum Beispiel hervorragend zu würzigen Fleischgerichten, Wild, Pasta oder auch würzigem Käse.
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