Comte de Margon 2016: Delikater Rosé aus Südfrankreich

Bei sommerlichen Temperaturen draußen auf der Terrasse sitzen und einen schönen kalten Rosé genießen – das ist etwas Feines. Dazu haben wir jetzt einen alten Bekannten neu entdeckt: den Comte de Margon aus dem Jahr 2016.

Schon der Rosé aus 2013 war eine Gaumenfreude, dieser Jahrgang gefällt uns sogar ein wenig besser.

Comte-de-Margon-2016-REWE

Comte de Margon: Cuvée aus Syrah und Grenache

Comte Margon – der Name ist eigentlich ein kleines Wortspiel: Der Wein kommt vom Weingut Château Margon. Dessen Besitzer ist der Graf – also "Comte" von Margon. Das Weingut liegt im Anaugebiet Côte de Thongue, einem Departement des Languedoc (siehe Grafik).

Comte de Margon aus Südfrankreich Karte

Der Rosewein selbst ist eine Cuvée, also eine Komposition aus zwei Rebsorten – in dem Fall zu gleichen Anteilen:

  • 50 Prozent Syrah und
  • 50 Prozent Grenache.

Gerade der französische Syrah ist vor allem bekannt für sein typisches Johannisbeeren-Aroma. Oft besitzt er aber auch erdige Töne sowie Nuancen von Gewürzen, Oliven, Nelken und Leder.

Im Languedoc wiederum wird die Syrah-Traube gerne zusammen mit Grenache ausgebaut.

Ursprünglich stammt die Grenache-Rebe aus Spanien (so wird vermutet). Der Most dieser Trauben ist in der Regel süß und samtig und enorm fruchtbetont, allerdings nicht allzu lagerfähig. Daher wird die Traube meist mit anderen Rebsorten verschnitten – wie in diesem Fall eben mit Syrah.

Dabei verleiht die Grenache dem Rosé wunderbare Aromen Kirsche, Brombeere, Granatapfel und Blaubeeren. Vom kräftigen Syrah gibt es noch ordentlich Körper und delikate Würze dazu. Oh la la…

Und wie ist er nun im Glas, der Comte de Margon 2016?

Also den trockenen Rosé erst mal gut gekühlt, dann den Schraubverschluss aufgedreht und rein ins Glas…

Stilecht verkostet – natürlich auf der Terrasse. Und dann das übliche Procedere zur Kategorisierung:

  • Farbe: Im Glas schimmert ein intensives und kräftiges Lachsrosé. Vielleicht etwas gelblicher, als ich es bei der Kombination erwartet hätte. Aber das heißt überhaupt nichts für den Geschmack.
  • Nase: Nach dem Öffnen ein Hauch Johannisbeere und Wassermelone, allerdings nichts Aufdringliches. Die erwarteten Aromen bleiben hier leider sehr dezent. Es soll aber manche Weintrinker geben, die hier sogar einen Hauch von Blutorange erkennen. Wir leider nicht.
  • Gaumen: Auf der Zunge eine recht knackige Säure, weiche Gerbstoffe, feine Himbeernoten und ein paar Bitternoten, die tatsächlich an Grapefruit oder Blutorange erinnern, gepaart mit einem leicht mineralischen Geschmack. Der Körper ist eher im Mittelmaß, da hätte man auch mehr erwartet. Trotzdem bleibt der Rosé schwungvoll, dezent würzig und fruchtig.
  • Abgang: Im Finale bleibt der Comte de Margon (12% Vol.) mineralisch-frisch, mit dezentem Säureeindruck, der sich allerdings auch schnell wieder verflüchtigt. Ein kurzes, leichtes Finish.

Aufgrund der geringen Restsüße ist der Comte de Margon 2016 ein angenehm leichter, gefälliger und gut delikater Terrassenwein. Auch solo, der – gut gekühlt bei 6° Celsius – hervorragend zu Salat, Meeresfrüchten wie Garnelen und leichten Grillgerichten passt.

Bei einem Preis von 4,95 Euro kann man zudem nicht meckern. Zugegeben, die Finesse bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück. Alles in allem aber macht man damit keinen Fehler und bekommt viel Spaß im Glas. Deshalb…

Bezugsquelle:

  • Wein: Comte de Margon 2016
  • Händler: Rewe
  • Flaschenpreis: 4,95 Euro
  • Bewertung: 4 Billys
Empfehlung der Weinbilly-Redaktion: 4 BILLYs

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