Darum dieses Blog: Das Leben ist zu kurz für teuren Wein!

Beitrag von Jochen // 9. Mai 2012 // 18:50

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Darum dieses Blog: Das Leben ist zu kurz für teuren Wein!

Guter Wein muss nicht teuer sein. Gerade Laien meinen immer wieder, es gäbe eine kausale Beziehung zwischen dem Preis des Weins und dessen Qualität. Bullshit! Nur weil eine Flasche Rioja 20 Euro kostet, schmeckt der Wein darin nicht vier Mal so gut wie bei einer Pulle für fünf Euro. Andersrum wird eher ein Schuh draus: Teurer Wein ist oft überteuert. Und statt des Geschmacks zahlt man noch ein bisschen Markenname und das gute Gefühl mit, dass es schon immer ein bisschen teurer war, so zu tun, als habe man einen guten Geschmack. Snobs eben. Oder Etikettentrinker wie sie auch genannt werden.

Adelstitel, wuchtige Flaschen, designte Etiketten, angebliche Auszeichnungen – alles suggestiver Schnickschnack. Lassen Sie sich davon bloß nicht ins Bockshorn jagen! So mancher Winzer füllt seine dünne Plörre in extra schwere Flaschen, damit sich das Ergebnis irgendwie wertiger anfühlt. Andere investieren in Etiketten mit Firlefanz und Goldkante. Drin steckt aber doch nur Fusel. Fakt ist: Würde man nur die Erzeugungskosten zugrunde legen, würde selbst der beste Wein kaum über zehn Euro kosten. Der Rest ist schlicht Handelsaufschlag, Marketing und Image. Zeugs, was Sie mitbezahlen, aber nicht müssen.

Deshalb dieses Blog!

Getreu unserem Motto – Das Leben ist zu kurz für teuren Wein! – haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Spitzenweine unter 10 Euro zu finden und Ihnen hier vorzustellen. Wohlgemerkt: Wir suchen keine billigen Weine – wohl aber preiswerte. Weine, die nach mehr schmecken, als sie tatsächlich kosten.

Das ist, zugegeben, nicht immer leicht. Daher sind wir auch auf Ihre Mithilfe angewiesen: Haben Sie einen exzellenten Wein unter 10 Euro entdeckt, der sich lohnt, hier vorgestellt zu werden? Dann mailen Sie es uns: weinbilly@gmail.com. Sind Sie indes Winzer oder Weinhändler und möchten, dass wir Ihren Spitzenwein hier vorstellen? Dann schicken Sie uns bitte zwei Flaschen als Rezensions-Probe an die Reaktionsadresse im Impressum. Vergessen Sie dabei aber bitte auch nicht Bezugsquelle und Preis zu nennen.

Worauf wir keinen Wert legen: Eine überkandidelte blumige Weinsprache, wie sie in zahlreichen angeblichen Kenner-Büchern und auf manchen Händlerseiten zu finden ist. Ganz ehrlich: Sie wollten nicht den Wein studieren – sondern trinken und genießen! Und das wollen wir auch. Deshalb schreiben und reden wir hier Tacheles. Wenn das Gesöff nicht mal zum Gurgeln taugt, dann sagen wir das auch. Genau so.

Klar, über Geschmack lässt sich streiten. Und was uns schmeckt, muss Ihnen noch lange nicht gefallen und umgekehrt. Deshalb versuchen wir hier auch gar nicht dogmatisch zu sein. Aber parteiisch sind wir schon: Unser Geschmack zählt. Daher bleibt Ihnen nicht viel anderes übrig, als ein bis drei unserer Empfehlungen selbst einmal auszuprobieren. Bei unter 10 Euro sollte das aber keine allzu ruinöse Option sein. Und falls es Ihnen geschmeckt hat, dann sollten Sie diese Seite nicht nur weiterempfehlen – dann haben wir ab sofort sicher noch ein paar mehr Gemeinsamkeiten! Darauf freuen wir uns…

In dem Sinn: Cheers!



4 Kommentare

  1. 20.08.2013

    Stimmt, guter Wein muss nicht teuer sein. Der Umkehrschluss ist aber auch fragwürdig. Wein unter 10 Euro muss auch nicht gut sein. Es ist aber leichter einen guten Wein für über 10 Euro zu finden, als einen wirklich guten für unter 10 €uro….

    • 20.08.2013

      Wieso ist der Umkehrschluss fragwürdig? Wein unter 10 Euro muss nicht gut sein – aber er kann. Und er ist es sogar sehr oft, wie dieses Blog beweist! Und es macht die Suche danach auch einfach. Du kannst ja einfach mal einer unserer Empfehlungen folgen – schlimmstenfalls hast du weniger als 10 Euro in den Sand gesetzt, weil dein Geschmack ein anderer ist als unserer. Aber bei Wein über 10, 20 oder gar 50 Euro weiß ich nicht, wie viele das Risiko bereit sind, einzugehen. Dann vielleicht doch mal unsere Empfehlungen ausprobieren… ;)

  2. Jan
    11.04.2014

    Hallo,

    Ich denke auch, dass ein exzellenter Rotwein unter 10 € herstellbar ist. Ich bezweifel auch, dass weitere preisliche Sprünge zwangsläufig zu einem besseren Geschmack führen (denn was bei einem Wein letztendlich den höheren Preis rechtfertigt ist die Verbesserung des Geschmacks – und dies bleibt rein subjektiv). Gleichzeitig wird hier aber die These aufgestellt, dass keine Herstellungsmethode einen Preis von über 10 € rechtfertigt. Dafür wird hier leider kein Beweis geliefert und damit bleibt ein solcher Ausspruch für mich nicht minder plakativ und anmaßend als das Vokabular von”Etikettentrinkern”.

    Beste Grüße,

    Jan

    • 11.04.2014

      Hallo Jan, Danke für deinen Kommentar. Er enthält aber einen kleinen Logikfehler: Wir müssen gar keinen Beweis liefern, der einen höheren Preis rechtfertigt. Denn wie du sagst, gibt es bereits viele exzellente Weine unter 10 Euro. Das ist schon Beweis genug. Den Beweis muss vielmehr liefern, wer meint, sein Wein sei 100 oder gar 1000 Euro wert. Und natürlich auch, wer so viel dafür bezahlt und meint, dieser Wein schmecke dann auch 10 oder gar 100 Mal besser als der für 10 Euro.

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