Weinschorle: Tipps, Rezepte, Alkoholgehalt

Beitrag von Redaktion // 4. März 2017 // 11:00

Share Button
0
Weinschorle: Tipps, Rezepte, Alkoholgehalt

Wasser zu Wein? Was unter konservativen Weinfreunden wie Frevel anmutet, gilt unter Anhängern einer gepflegten Weinschorle also veritable Genussalternative. Wasser mit Wein – das ist nicht nur ein ebenso elegantes wie erfrischendes Mixgetränk. Es macht den Genuss des Rebensaftes auch schon zur Mittagszeit oder am Nachmittag salonfähig. Jedenfalls bekommt man davon in der prallen Sonne nicht so schnell einen Schwips.

Was ist überhaupt eine Weinschorle?

Im klassischen Sinne wird unter einer „Weinschorle“ (Synonym: „Gespritzter„) eine Mischung aus Weißwein und Wasser zu etwa gleichen Teilen verstanden. Das ist zumindest die klassische Definition.

Inzwischen aber werden unter dem Begriff auch zahlreiche andere Mixgetränke zusammengefasst, die aus Wein und einem alkoholfreien Getränk, wie zum Beispiel Sprite, Saft oder Cola bestehen.

Die Weinschorle-Arten unterscheiden sich zum Einen durch die Weinart selbst. Sowohl Weiß- als auch Rosé- und Rotwein eignen sich zum Mischen. Zum anderen legt das zum Mischen verwendete alkoholfreie Getränk den Ton und die Art fest:

  • Stilles Wasser zum Beispiel verwässert den Wein tatsächlich und nimmt ihm die Säure. Das kann von Vorteil sein, wenn Sie empfindlich auf Säure reagieren, aber dennoch Wein genießen möchten.
  • Mineralwasser mit Kohlensäure hingegen fügt dem Wein einen erfrischenden, belebenden Charakter hinzu.
  • Gleiches gilt für Cola und Sprite. Wobei diese durch ihren starken Eigengeschmack die Weinaromen deutlich verändern oder gar überlagern und das ursprüngliche Bouquet teils kaum noch erkennen lassen.
  • Saft, vorzugsweise aus Beeren oder Weintrauben, ist in Verbindung mit Wein weniger spritzig, flacht die Säure aber auch nicht ab. So kann eine Saft-Weinschorle durchaus erfrischend sein, betont aber zugleich die Süße und die Fruchtaromen.

Neben der Abwechslung und einem geringeren Alkoholgehalt (bei delikatem Geschmack) bietet die Weinschorle aber noch weitere Vorteile.

Weinschorle Alkoholgehalt

Bei Schorlen aus Wein und alkoholfreien Getränken sinkt der Alkoholgehalt des Getränks im Vergleich zur gleichen Menge des puren Weins. Dies ist nicht zuletzt einer der Gründe dafür, dass Weinschorlen von vielen bevorzugt werden.

Wo genau die Weinschorle Promille liegen, richtet sich in erster Linie nach dem Mischverhältnis. Eine Schorle aus einem Teil Wasser und einem Teil Wein halbiert auch den Alkoholgehalt. Bei Sprite, Cola und Co. kann der Zuckergehalt der Getränke die Wirkung des Alkohols allerdings verstärken. Zudem können Schorlen dazu verleiten, ein paar Gläser mehr zu trinken, weil sie eben leicht wirken. Beachten Sie hierbei, dass es sich noch immer um Alkohol handelt, der einen bewussten Umgang fordert.

Was spricht für die Weinschorle?

Weinschorle Rezept Gespritzter KalorienKurz gesagt machen Mischungen den Wein sommertauglicher und verträglicher. Weinschorlen sind vor allem bei einem Mix mit Wasser (ob mit oder ohne Kohlensäure) sofort geschmacklich leichter und bekömmlicher.

Mit Mineralwasser sind sie zudem erfrischender und spritziger als purer Wein, wodurch sie ideal in die warme Jahreszeit passen. Oder eben früher am Tag genossen werden können.

Dazu stellen sie eine Möglichkeit der Verfeinerung und Verwertung diverser Weine dar. Empfinden Sie einen Wein beispielsweise als zu sauer oder zu flach, zu schwer oder zu süß? Dann kann die Mischung mit einem aromatischen Mixgetränk den Wein deutlich aufwerten.

Welcher Wein eignet sich für die Weinschorle?

Im Grunde lässt sich auch jedem Wein eine Weinschorle mixen – Hauptsache, Ihnen schmeckt der Basiswein. Allerdings muss und sollte es dazu nicht der edelste Tropfen sein. Auf den billigsten Wein sollte die Wahl aber auch nicht fallen. Vor allem, wenn Sie eine traditionelle Mischung mit Wasser genießen möchten. Besser wird der Wein davon ja auch nicht.

Möchten Sie dagegen einen Wein verwenden, der Ihren Geschmack im puren Zustand nicht trifft, ist das keine schlechte Idee – zumindest experimentell. Saft und Limonaden können dann eine sinnvolle Beigabe sein, um manch unliebsame Note des Weins zu überdecken.

Natürlich kommt es dann immer auch auf das Mischungsverhältnis an: 1:1 oder 3:2 oder 5:2 – das müssen Sie leider selber herausfinden. Kann aber auch eine spannende und kreative Erfahrung sein (über entsprechende Hinweise in den Kommentaren würden wir uns freuen).

Weinschorle selber mixen oder fertig kaufen?

Die meisten Weinschorlen-Fans schwören entsprechend auf ihre eigenen Weinschorle Rezepte. Diese bieten schließlich mehr Freiheit bei den Mischungen und erlauben es unter anderem, einen Fehlkauf oder ein gut gemeintes Geschenk in ein lecker-leichtes Getränk zu verwandeln.

Wer aber ohnehin kein passionierter Weintrinker ist, findet in fertigen Weinschorlen in Flaschen eine schnelle Lösung und bei Bedarf auch eine Basis für eigene Kreationen. Man muss da, finden wir, tolerant sein.

Weinschorle: Was sagen Weinkenner dazu?

Erwartungsgemäß gehen die Meinungen hier weit auseinander. Über Weinschorlen wird kontrovers diskutiert. „Absoluter Frevel!“, sagen die einen. „Erlaubt ist, was schmeckt und gefällt!“, meinen die anderen. Und warum sollte es das auch nicht sein? Wer lieber eine leichte Schorle genießt und schon von einem Glas purem Rotwein Kopfschmerzen bekommt oder die Mischung im Sommer erfrischender findet, muss sich weder an vermeintliche Regeln halten, noch sich irgendeinem Zwang unterwerfen. Gerade bei Empfindlichkeiten gegen Säure und Alkohol kann eine Schorle eine ideale Alternative sein.

Weinschorle mit Sprite Weinschorle mit Cola Weinschorle mit Wasser Weinschorle mit Saft

Weinschorle Rezepte: Erlaubt ist, was schmeckt

Weinschorlen können – wie gesagt – einfach sein und aus lediglich aus dem Rebensaft und einem alkoholfreien Getränk bestehen. Sie können aber auch zum ausgefeilten Mixgetränk oder gar Cocktail mit mehreren Zutaten avancieren (denken Sie nur an die Spanische „Sangria“ oder „Frozen Sangria„).

Die folgenden Grundrezepte für Schorlen sollen Ihnen als Basis dienen und können nach Lust, Laune und eigenem Geschmack abgewandelt werden:

  • Weinschorle Rezept: Weinschorle mit Wasser

    Klar, mit dem Klassiker geht es los. Die Kombination aus Wein und Wasser ist nun mal die am weitesten verbreitete Schorle.

    Aber auch hier gibt es Raum für Weinschorle-Varianten: Stilles Wasser oder sprudelndes Mineralwasser, weißer, roter oder roséfarbener Rebensaft, zu gleichen Teilen gemischt oder viel Wein mit wenig Wasser gespritzt – ein paar Spritzer Wein auf ein Glas Wasser gegeben… Hier dürfen Sie Ihrer Kreativität und Ihrem Geschmack Ausdruck verleihen und freien Lauf lassen.

  • Weinschorle Rezept: Weinschorle mit Sprite

    Diese Variante wird aus einem Teil Sprite und einem Teil Weißwein gemischt. Rosé und Rotwein dürfen aber ebenso verwendet werden. Das Gleiche gilt für „Bitter Lemon“, (selbstgemachte) Zitronenlimonade oder einer ungezuckerten Variante aus fünf bis zehn Teilen sprudelndem Mineralwasser und einem Teil Zitronensaft.

    Zunehmend beliebt (und gesünder) ist aber auch das folgende Weinschorle-Rezept: Ein bis zwei Eiswürfel aus purem Zitronensaft werden dabei auf eine Weinschorle mit Wasser gegeben. Das erfrischt und macht die Schorle fruchtiger, erhöht aber auch den Säuregehalt.

  • Weinschorle Rezept: Weinschorle mit Cola

    Süß, dunkel, voll – Weinschorlen mit Cola sind bei weitem nicht nur für den Sommer geeignet, aber deutlich anders im Geschmack. Lassen Sie sich nicht von der merkwürdig klingenden Mischung abschrecken, das Resultat ist weder Cola noch Wein, dafür aber überraschend lecker, insbesondere in Kombination mit Rotwein.

    Dazu passen übrigens auch gut Kirschen und Marzipannoten (etwa durch einen Schuss Amaretto), aber auch Zitrusfrüchte.

    Tipp: Die traditionelle Form besteht aus Cola und Rotwein, in gut gekühlter Form. Mit Kirschsaft-Eiswürfeln oder ein paar Zitronenscheiben erhält diese Variante aber noch einen Frischekick. Für mehr Abwechslung sorgen Weiß- oder Roséwein.

  • Weinschorlen mit Saft, Sirup und Kräutern

    Weißwein-Wasser-Schorle, Holunderblütensirup, Limettensaft – das ergibt ein sommerliches Getränk sondergleichen. Ebenso kann aber Rosé – oder Rotwein mit einem Beerensirup, einem Spritzer Zitrone und Minze oder Melisse zu Ihrem neuen Lieblingsdrink avancieren.

    Experimentieren Sie hier ruhig nach Lust und Laune. Übertreiben Sie es beim Sirup aber nicht. Extrem süß! Das kann schnell pappig-schwer werden.

Weinschorle Kalorien: Wie viel Nährgehalt hat die Schorle

Die in Weinschorlen enthaltenen Kalorien sind abhängig von dem Wein selbst, dem zum Mischen verwendeten Getränk und dem Mischverhältnis. Selbstverständlich ist der Kaloriengehalt in einer klassischen Schorle mit Wasser geringer, als im puren Wein. Bei einer Kombination mit Cola, Sprite, Saft oder Sirup kann er hingegen deutlich höher sein.

Wenn Sie gerade einer Diät folgen oder einfach auf die Kalorienaufnahme achten, sollten Sie daher eine Mischung mit Wasser bevorzugen. Für mehr Geschmack und Abwechslung bieten sich dann Zutaten wie frische Zitronenmelisse oder Pfefferminzblätter, Holunderbeeren sowie ein Spritzer Zitronensaft an.

Diese Artikel finden andere Leser auch interessant:

[Bildnachweis: KieferPix, Christopher Hall by Shutterstock.com]




Kommentar hinterlassen

Pflichtfelder sind mit einem * markiert