Dessertweine: Eiswein oder Beerenauslese zum Nachtisch

Man kann Weine zum Dessert trinken, deswegen werden daraus allerdings noch keine Dessertweine. Die sind, platt gesagt, sehr süß und vollmundig im Geschmack. Dessertweine können zum Nachtisch gereicht werden, man trinkt sie teils aber auch als Aperitif. Zur Herstellung dieser Süßweine werden edelsüße und vollreife Trauben verwendet. Der hohe Zuckeranteil im Most kommt meist von einer natürlichen Edelfäule, von der die Trauben befallen sind.

Unterschieden wird bei Dessertweinen zwischen:

  • Eisweinen, deren Trauben vor der Kelterung gefroren waren.
  • Beerenauslesen, deren Trauben eine Edelfäule durchgemacht haben (Sauternes).
  • Trockenbeerenauslesen, deren Wasseranteil am Rebstock weitgehend verdunstet ist, weil der Edelpilz Botrytis cinerea die Haut perforiert hat. Sie sehen deshalb recht verschrumpelt aus. In Deutschland ist das nachträgliche Trocknen ausdrücklich verboten. Deshalb gibt es auch keine deutschen Strohweine (Vin Santo).

Dessertweine-suesse-weine

Dessertweine: Dazu passen sie am besten

Verwechseln Sie Dessertweine aber bitte nicht mit sogenannten Likörweinen oder anderen süßen Weinen, die durch zusätzlichen Alkohol aufgespritet wurden, wie zum Beispiel Portwein, Madeira oder Sherry. Im Gegensatz zu ihnen haben Dessertweine meist einen eher niedrigen Alkoholgehalt (Ausnahme: Vin Santo). Zu den bekanntesten Dessertweinen gehören beispielsweise Muskateller, Caluso Passito, Tokajer, Málaga, Marsala und der Samoswein.

Dessertweine können übrigens Rotweine wie Weißweine sein. Ideal passen sie zu kräftigem Schimmelkäse oder schokoladigen Nachtischen wie etwa einer Mousse au chocolat.

Apropos: Haben Sie einen Lieblings-Dessertwein? Dann empfehlen Sie uns einen per Kommentar!

[Bildnachweis: sabyna75 by Shutterstock.com]

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