Coca Mallorquina: Rezept für spanische Pizza

Ursprünglich stammt das Rezept, so wird vermutet, aus Katalonien, also der Gegend um Barcelona. Andere vermuten den Geburtsort eher auf den Balearen, was auch den Namen erklären würde. Einig sind sich aber alle über einen Punkt: Den Begriff "spanische Pizza" hört keiner gern. Schließlich sei die Coca Mallorquina ja kein Abklatsch des italienischen Ofenhits, sondern eine ganz eigene Erfindung, auf die die Iberer – übrigens völlig zu Recht – stolz wie Bolle sind. Olé!

Coca-Mallorquina-Rezept-spanische-Pizza

Das Mallorca-Rezept für eine Coca Mallorquina

Als ich jüngst auf Mallorca war, lernte ich auf dem Weingut Castell Miquel die balearischer Version der Coca Mallorquina kennen: Eine fruchtige Gemüsepizza, die als Snack – ob warm oder kalt – zum Wein gereicht wird. Grund zur doppelten Freude: Die Coca ist obendrein noch viel kalorienärmer als ihr italienisches Pendant. Also Schlemmen ohne schlechtes Gewissen… Wo geht das noch?

Glücklicherweise konnte ich Barbara, einer einheimischen Angestellten auf dem Castell Miquel das Rezept für die, wie sie sagte, Original Coca Mallorquina abgewinnen. Und siehe da – das Stückchen Urlaub gelingt auch daheim. So…

Zutaten (für den Teigboden)

  • 250 g Mehl
  • Eine Prise Zucker
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 50 g Olivenöl
  • 1 Eigelb
  • 1 Teelöffel Salz
  • Evtl. Mehl zum Ausrollen

Zutaten (für den Belag)

  • 2 grüne Paprika
  • 4 mittelgroße Tomaten
  • 2 weiße Zwiebeln
  • 8 Zweige frischer Thymian (alternativ: 1 Esslöffel gerebelter Thymian)
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Salz
  • mehrere Prisen frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 3 Knoblauchzehen

Zubereitung

Zuerst muss der Boden der Coca Mallorquina zubereitet werden. Der ist dem Pizzateig ähnlich. Dabei wird zunächst das Mehl in eine Schüssel gesiebt und in die Mitte eine Mulde gedrückt. In diese werden 90 ml lauwarmes Wasser, eine Prise Zucker so wie die Trockenhefe gegeben. Dann wird alles mit einer Gabel leicht verrührt. Das Olivenöl wird über den Teig geträufelt, das Eigelb sowie das Salz hinzugeben und alles zu einem glatten Teig mindestens 8 Minuten lange verknetet, bis er richtig schön geschmeidig ist.

Danach wird der Teig zu einer Kugel geformt und muss mit einem Handtuch zugedeckt an einem warmen Ort rund 45 Minuten lang gehen.

Danach wird der Teig dünn – nur zwei bis drei Millimeter dick – auf einem Backpapier in Backblechgröße ausgerollt und auf das Blech gelegt.

Die Teig-Alternative

Coca Mallorquina TeigWir können Ihnen aber noch eine einfachere, zeitsparendere Variante für den Teig empfehlen: Mondamin-Fix-Teig. Echt jetzt. Einfach den Teig aus einem Beutel nach Packungsanleitung zubereiten und direkt ausrollen. Der gelingt wirklich immer und ist richtig schnell zubereitet.

Für den Belag muss das Gemüse – also Paprika, Tomaten und Zwiebeln – in ganz kleine Würfel geschnitten werden. Der Thymian wird gewaschen und die kleinen Blätter abgezupft. Dann wird alles in einer Schüssel miteinander vermengt. Das Gemüse wird mit Salz und Pfeffer und dem gepressten Knoblauch gewürzt. Als letztes kommt noch das Olivenöl untergerührt dazu.

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Nun wird das Gemüse gleichmäßig auf dem Teigboden verteilt. Die Coca Mallorquina muss dann ungefähr 30 Minuten bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen bei Umluft backen. Sie kann sowohl heiß als auch kalt gegessen werden. Ideal schmeckt dazu ein kühler Rosé.

Apropos Roséwein…

Val-Spanischer-RoséZu der Coca Mallorquina gab es übrigens einen spanischen Rosé der bei Norma gerade im Angebot ist: den Rosado Val de los Frailes für 3,99 Euro. Ein frischer und fruchtbetonter Wein aus 2011. Die Farbe ist für einen Rosé ungewöhnlich dunkel, fast schon kirschrot mit zarten violetten Reflexen. An der Nase: unglaublich expressives Erdbeer- und Himbeeraroma – sicher ein Tribut an die assemblierten Rebsorten Tempranillo und Verdejo. Im Nachhall kommt dann noch etwas Fenchel dazu, was mir jetzt nicht ganz so gut gefallen hat. Auf der Zunge ist der Val zwar auf Anhieb saftig, die Säure aber ist nicht ganz so harmonisch eingewoben. Der Preis stimmt, dennoch wäre der Rosado nicht meine erste Wahl, daher gibt’s auf unserer Bewertungsskala auch nur 3 Billys dafür.

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