Champagnerflaschen: Von Magnum bis Nebukadnezar

Große Champagnerflaschen sind vor allem eines: imposant. Und zwar gleich doppelt: Nicht nur wegen der extraordinären Füllmengen, sondern natürlich auch wegen des Wertes, den sie zugleich repräsentieren: Kaum ein Getränk verkörpert mehr den Luxus als Champagner.

Solche überdimensionalen Flaschen erfüllen allerdings noch einen weiteren Zweck: Wein und Schaumwein reifen in der Flasche nach. Daher kann es vorkommen, dass ein eingelagerter Wein nach zwei Jahren anders schmeckt, als Sie ihn in Erinnerung haben (hoffentlich besser).

Champagner-Flaschen-Groessen-Formen

Von Magnum bis Nebukadnezar

Dieser Reifungsprozess ist aber auch abhängig von der Flaschengröße: In großen Flaschen reift Wein spürbar langsamer, unter anderem deshalb verwenden Weingüter auch große Fässer zum Einlagern. Bei besonders edlen Tropfen kann es daher ratsam sein, diese in Magnumflaschen oder gar noch größeren Exemplaren anzuschaffen. Die tragen dann so eindrucksvolle Namen wie Methusalem, Bathazar oder gar Nebukadnezar.

Champagner wird oft aus roten Trauben gemacht

Was die wenigsten wissen: Champagner wird meist aus drei Traubensorten hergestellt wird, von denen zwei sogar rot sind:

  • Chardonnay (weiß)
  • Pinot Meunier (rot)
  • Pinot Noir (rot)

Champagner ist also – meistens – eine sogenannte Assemblage aus verschiedenen Rebsorten, oft sogar aus verschiedenen Lagen.

Flaschengrößen in der Übersicht

Welche Füllmengen sich hinter diesen Namen verbergen, sehen Sie in der folgenden Tabelle:

  • Quart 0,2 Liter
  • Demi 0,375 Liter
  • Imperial (Standard) 0,75 Liter
  • Magnum 1,5 Liter
  • Doppel Magnum 3 Liter
  • Jéroboam 4,5 Liter
  • Methusalem 6 Liter
  • Salmanazar 9 Liter
  • Balthazar 12 Liter
  • Nebukadnezar 15 Liter

Champagnerflaschen – im Größenvergleich

Um mal eine Vorstellung davon zu bekommen, wie große eine Nebukadnezar-Flasche im Verhältnis zu einer normalen Standard beziehungsweise "Imperial"-Flasche ist, hilft die folgende Infografik:

Champagnerflaschengroessen-Magnum-Nebukadnezar

Ab und an ein Tröpfchen Champagner schadet ohnehin nicht. Denn der edle Stoff verbessert das Erinnerungsvermögen. Das zumindest ist das Ergebnis einer britischen Studie der Universität von Reading. Danach stimulieren einige Inhaltsstoffe im Champagner jene Teile des Gehirns, die kognitive Prozesse, wie beispielsweise das Lernen und Erinnern, kontrollieren. Damit könnten die Altersdemenz zumindest verlangsamt und das Kurzzeitgedächtnis angeregt werden. Ein bis drei Gläser Champagner pro Woche sollen dazu schon reichen.

Empfehlenswerte Winzer-Champagner

Diese vier Winzer-Champagner haben wir übrigens auf dem vergangenen Vinocamp im Geisenheim verkostet… empfehlenswert! Zu Käse ebenso wie zu Linsen-Currys oder Entenbrust.

Champagner Roland Chardin Champagner Diebolt-Vallois
Champagner Cuvee Julie Champagner Eric Rodez

Tipp: Nix da mit Korken knallen!

An Silvester ist es angesichts der vielen Böller vielleicht noch angebracht, ansonsten aber werden Champagner, Sekt oder Crémant eben nicht mit einem lauten Plopp geöffnet. Der wahre Kenner lässt den Korken nicht knallen, sondern seufzen.

So öffnen Sie die Flasche richtig: Zuvor wird die Flasche auf 6 bis 12 Grad Celsius gekühlt. Dann halten Sie den Korken fest und drehen den Flaschenboden – nicht den Korken! Den Druck anschließend langsam entweichen lassen und die Flasche dabei leicht schräg halten, möglichst von anderen Menschen weg.

PS: Einmal gekühlt, dürfen Champagner, Sekt & Co. nicht wieder warm werden. Kaufen Sie daher immer ungekühlte Flaschen ein, wenn Sie diese nicht sofort trinken wollen.

[Bildnachweis: Pierell, FireflyPict by Shutterstock.com]

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